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Krupp Druck OHG

 

Referenzbericht über einen erfolgreich abgewickelten Explosions- und Feuerschaden

 

Eine Nacht, die in Erinnerung bleiben wird

 

Diese Nacht im Februar 2007 wird Peter Krupp wohl sein Leben lang nicht mehr vergessen. Als einer seiner Mitarbeiter gegen 2.30 Uhr anrief und aufgeregt von einer Explosion im Rollenoffsetbereich des Familienbetriebes berichtete, war für den Geschäftsführer der Krupp Druck OHG in Sinzig vieles nicht mehr wie zuvor. Eine seiner Konsequenzen: Weil vieles in der Schadenabwicklung nicht optimal lief, nutzt er nach umfangreichen Überlegungen nunmehr die Unterstützung von GBH.

 

Man merkt es Peter Krupp an: Stillsitzen und sich auf dem ausruhen, was schon erreicht wurde, ist nicht seine Art. Voller Elan berichtet er von den Anfängen des Unternehmens vor über 135 Jahren und darüber, was daraus bis heute entstanden ist. „Wir verbinden in unserem Medienzentrum in Sinzig“, so erzählt der Industriemeister Druck, „heute drei eigenständige Unternehmungen: Einen Zeitungsverlag, der die regionale Heimat-Zeitung ‚Blick aktuell‘ mit 34 Lokalausgaben herausgibt, eine vollstufige Rollen- und Bogenoffset-Druckerei mit buchbinderischer Weiterverarbeitung und eine Vertriebsgesellschaft, die die gesamte Logistik des Zeitungsvertriebs übernimmt.“ Mit rund 120 Mitarbeitern im Medienzentrum und über 1.200 lokalen Zustellern zählt das Unternehmen damit zu den größten Betrieben in der Region. „Wir sehen uns bei all unseren Aktivitäten“, so beschreibt der Geschäftsführer seine  Philosophie, „als ein Unternehmen, das durch Know-how eine Menge Innovation hervorbringt und somit als einen idealen regionalen Partner in der Druck- und Medienbranche.“ Mindestens so wichtig wie der Kundenkontakt sind in dem engagierten Familienbetrieb in vierter Generation das soziale Engagement und die Mitarbeiterzufriedenheit. Für die Beschäftigten bietet das Unternehmen im Rahmen des Gesundheits-Managements, das von Hermann Krupp federführend geleitet wird, u. a. Kurse für gesundheitsbewusste Ernährung, Stressbewältigung, Raucherentwöhnung, wöchentliche Rückenmassage und viele andere Aktivitäten an. Zudem kümmert sich die Geschäftsführung bereits seit Jahren aktiv um das Thema ‚Demografischer Wandel‘ und hat bereits mehrere landes- und bundesweit ausgelobte Preise im Segment Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit  gewonnen.  

 

Großschaden
War das Unternehmen bis 2007 weitgehend von größeren Schäden und Versicherungsfällen verschont geblieben, so schlug das Schicksal in diesem Jahr massiv zu: Aufgrund einer bis heute immer noch nicht endgültig geklärten Ursache explodierte im Februar während der Nachtschicht der Trockner einer Heatset-Rollenoffsetmaschine und löste dadurch einen Gesamtschaden von rund 700.000 Euro aus. Krupp: „Obwohl drei Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe der betroffenen Anlage arbeiteten, wurde glücklicherweise niemand ernsthaft verletzt und auch der Gebäudeschaden war irrelevant.“ Anders sah es hingegen im Maschinenbereich aus: Nicht nur, dass der Trockner komplett zerstört war, auch die Rollenoffset-Maschine wurde durch umhergeschleuderte Teile so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass insgesamt ein Produktionsausfall von zwei Wochen hingenommen werden musste. „Durch glückliche Umstände“, so Krupp, „war bei dem Hersteller des Trockners ein  baugleiches Aggregat verfügbar, das eigentlich ins Ausland geliefert werden sollte. Da der Abnehmer zeitlich nicht gebunden war, konnten wir so nicht nur sofort mit dem Aufräumen beginnen, sondern auch dessen bestellten Trockner übernehmen.“ Alles in allem lässt sich somit sagen: Viel Glück im Unglück!

 

Die Tücke liegt im Detail
Einen solchen Eindruck hatte der Geschäftsführer zunächst auch von der bestehenden Versicherung. Nicht nur, dass aufgrund der Unterlagen, die der Unternehmer noch in der gleichen Nacht ausführlich studierte, der Schaden komplett abgedeckt schien, auch der langjährige lokale Vertreter einer deutschen Großversicherung unterstützte mit persönlichem Einsatz und sehr engagiert die Abwicklung. Kurzum: Weil eine Maschinen- sowie eine Feuerbetriebsunterbrechungsversicherung vorhanden war, schien die Schadensbegleichung kein Problem darzustellen.

 

Was Krupp nicht erwartete, waren die vielen Details und Feinheiten, die im Folgenden zu klären und zu entscheiden waren. Wie spezifisch diese waren, zeigte u. a. die Tatsache, dass der zuständige Versicherungsvertreter schon bald aus dem Fall aussteigen musste und Mitarbeiter der Zentrale die gesamte Angelegenheit übernahmen. Verbunden damit: Eine sehr umfangreiche und hoch spezifische Fragenliste, die vom Unternehmer beantwortet werden sollte. „Zum Teil wusste ich gar nicht, was ich antworten oder wie ich mich verhalten sollte“, berichtet Krupp. Konkret galt dies z.B. bei der Frage, ob beim Schadenereignis zunächst eine offene Flamme vorhanden war oder nur eine Explosion auftrat. Diese Unterscheidung, so die Versicherung, sei entscheidend, damit die Feuerbetriebsunterbrechungsversicherung eintrete. Was Krupp erst später erfuhr: Eine Explosion als Ursache ist in der Feuerbetriebsunterbrechungsversicherung generell mit abgedeckt. Unsicherheit herrschte für den Geschäftsführer aber auch bei der Frage, ob man den von der Versicherung bestellten Gutachter akzeptieren muss, bzw. ob ein eigens beauftragter bezahlt wird.

Ungewöhnlich in der Ursachenforschung war für Krupp auch, dass im Laufe der Abwicklung ein weiterer Sachverständiger mit dem Fall beauftragt wurde.

 

Finanzierung über die Bank
Waren die technischen Details schon eine zeitintensive und nervenaufreibende Aufgabe, so galt dies erst recht bei der Abwicklung der finanziellen Belange. So blieb aufgrund der Kürze der Zeit keine Möglichkeit für Preisverhandlungen mit dem Hersteller; das Ersatzgerät musste zu dem geforderten Preis angeschafft werden. Die Finanzierung erwies sich zudem als komplex. Krupp: „Weil wir wahrscheinlich nicht richtig beim Versicherer insistiert haben, konnten wir nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen.“ Zudem legte auch die beteiligte Leasing-Gesellschaft noch Steine in den Weg. Nicht bezahlt wurden von der Versicherung die vielen Stunden Eigenleistung der Geschäftsführung, die sich über Monate hinzogen. „Wie wir später erfuhren, hatten wir die Abrechnung unserer Arbeitsstunden falsch tituliert.“ Was aber besonders frustrierte: Alles in allem dauerte die Abwicklung des Schadenfalles fast ein Jahr!

 

GBH ins Boot geholt
Kein Wunder, dass sich Krupp nach dem Großschaden entschied, einen neutralen Berater zu Rate zu ziehen. Zu Hilfe kam ihm hierbei, dass sich der Versicherungsmakler GBH bei einer Versammlung des Verbandes Druck und Medien Rheinland-Pfalz/Saarland vorstellte und über sein Leistungsspektrum berichtete. Krupp: „Durch den Großschaden hat sich unsere Sichtweise bezogen auf das Thema Versicherung verändert. Wir haben gelernt, dass man mit unserem lokalen Versicherungsvertreter, zu dem auch langjährige geschäftliche Kontakte im Zeitungsverlag bestehen, kleinere Schäden hervorragend und unkompliziert abwickeln kann. Wenn es aber um schwierige und umfangreiche Sachverhalte geht, braucht man einen Fachmann aus der Branche.“ Was für ihn fast aber noch wichtiger war: Während der Versicherungsvertreter den Kunden vertreten will, aber zwischen den Stühlen sitzt, ist der Makler verpflichtet, für seinen Auftraggeber zu kämpfen. Nach Gesprächen mit GBH stand fest, dass GBH als Berater die bestehenden Verträge prüfen und Verbesserungen zu Gunsten des Krupp Medienzentrums erzielen sollte.

 

Analyse sorgte für Veränderungen
Und tatsächlich zeigte sich bei der anschließenden Analyse, dass sich erhebliches Verbesserungspotenzial in den Verträgen verbarg - weniger den Preis betreffend als vielmehr die einzelnen Klauseln und Regelungen. Krupp berichtet: „Die Fachleute von GBH haben nach einer Betriebsbesichtigung und der Analyse eine Strategie vorgeschlagen, mit der wir vor allem bei Großschäden besser abgesichert sind.“ Konkret hieß das: Die Selbstbeteiligung wurde erhöht und der Versicherungsvertrag umfasst bei gleicher Prämie höhere Versicherungssummen und umfangreichere Leistungen im Schadenfall. U. a. erkannte der Makler auch, dass in dem gut 50 Seiten umfassenden Vertrag die sogenannte Repräsentanten-Klausel fehlte. Diese ist wichtig, damit die Geschäftsführung nicht für alle Fehler der Mitarbeiter haftbar gemacht werden kann. Krupp: „Sämtliche Verbesserungen, die sinnvoll oder notwendig waren, hat GBH dann auch mit den entsprechenden Versicherungsgesellschaften diskutiert und umgesetzt.“

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